Eine neue Weihnachtsgeschichte

Prolog: „Last Christmas“

„Ich wünsche ihnen allen einen wunderschönen Abend. Ich befinde mich hier heute im berühmten Clubhaus der „Community of Dreaming Artist“ – kurz CODA genannt. Dieses Clubhaus wurde vor über sieben Jahren gegründet und hat sowohl Höhen als auch Tiefen überlebt. Mein Name ist Eva Cassidy vom Radiosender „TripleLive“ und habe nun die Ehre, mit einem Mitglied der CODA zu sprechen...

zum Prolog

Kapitel 1: „Let It Snow, Let It Snow, Let It Snow“

Heute war der erste Dezember und als ich müde aus meinem warmen Bett ausstieg, die Vorhänge zur Seite zog und zum Fenster rausschaute, konnte ich die ersten Schneeflocken vom Himmel herabfallen sehen. Schnee. Winter. Weihnachten stand vor der Tür. Endlich! Als wäre ich auf einem Ecstasy-Trip machte ich mich für den heute bevorstehenden Tag fertig. Ich rannte die Treppe runter und in die Küche, wo mir ein genüsslicher Kaffeegeruch durch die Nase zog. Meine Eltern waren schon auf den Beinen, denn sie mussten zur Arbeit, nachdem sie meine Geschwister, die Zwillinge, zur Schule fuhren. Für mich war der heutige Tag ein weiterer Tag auf der Uni, auf der ich für meine bevorstehende Zukunft vorbereitet wurde und meine Freunde traf. Doch das war nicht der Grund, warum ich heute frohen Mutes aus dem Bett gekrochen kam und mich mit einem breiten Grinsen an den Frühstückstisch setzte. Meinen Eltern entging mein Dauergrinsen natürlich nicht. „Du meine Güte. Hast du im Lotto gewonnen, oder warum bist du so fröhlich?“, fragte.....

zum Kapitel

Kapitel 2: „White Christmas“

Heute war der sechste Dezember und somit Nikolaus-Tag. Meine kleinen Geschwister waren schon ganz aus dem Häuschen und hüpften aufgeregt vor mir her, während wir ausgelassen über den Christkindlmarkt im Stadtpark am Dom schlenderten. Ich hatte meine Mutter versprochen die Zwillinge mitzunehmen, damit sie Zuhause ein paar Plätzchen backen und putzen konnte. Bereits davor hatten wir Drei mit jeder Menge Spaß und Tatendrang an einem Schneemann gewerkelt, der ...

zum Kapitel

Kapitel 3: „All I Want For Christmas Is You“

Die Tage vergingen, Weihnachten rückte immer näher und es wurde an der Zeit, dass ich endlich mal die Geschenke für meine Familie und meine besten Freunde besorgte. Ich hatte schon ein paar Ideen wem ich was zu Weihnachten schenkte. Lena begleitete mich und so befanden wir uns nun im Shopping-Center unserer Stadt. Unsere Eltern erhielten von Lena und mir einen Gutschein für ein gemeinsames Wellness-Wochenende. Das ganze Jahr über waren sie so im Stress, dass ihnen das sicherlich gut tun würde. Die Zwillinge bekamen von uns jeweils was Separates. Sarah bekam von mir eine kleine Handtasche mit „Hello Kitty“-Muster drauf und meinem Bruder Sebastian schenkte ich einen kleinen Chemiebaukasten, mit dem er zum Spaß etwas experimentieren konnte. Lena bekam etwas ganz Besonderes von mir. Da im nächsten Jahr ihre Hochzeit bevor stand und sie zunehmend dabei war, ihre eigene Familie zu gründen – schließlich weiß man ja nie, wann das erste Baby kommt – wollte ich ihr ein Familienalbum basteln, damit sie uns nicht vergisst und schöne Erinnerungen an uns hat. Auch meine zwei besten Freunde Lexi und Julius bekamen Geschenke. Lexi bekam von mir ein Parfüm, von dem sie neulich so sehr schwärmte und Julius…, tja der bekommt genau das, was er verdient! Marcel bekam vielleicht auch ein Geschenk von mir, doch war ich mir diesbezüglich noch unsicher, da ich nicht die leiseste Ahnung hatte, was ...

zum Kapitel

Kapitel 4: „Wonderful Dream“

Der geplatzte Hochzeitstermin war auch in den darauffolgenden Tagen das Gesprächsthema Nummer Eins. Lena tat mir richtig Leid, wo sie doch schon alles von langer Hand geplant hatte. Nun wurde der Termin noch einmal um ein halbes Jahr nach hinten verschoben, sehr zum Missfallen meiner Schwester natürlich. „Ich will nicht im Herbst, sondern im Frühling heiraten, wenn die Natur aufblüht und die Sonne unser Gesicht streichelt.“, sagte sie erzürnt. Nun konnte man sich darüber streiten, dass dies Nichtigkeiten waren, doch ...

zum Kapitel

Kapitel 5: „Jingle Bells“

Es war ein herrlicher Wintertag. In der Nacht fiel Neuschnee vom Himmel und bedeckte das Land noch einmal mit neuem weißem Pulverschnee. Doch tagsüber stand bereits wieder die helle Sonne am Horizont und brachte die Schneeflocken zum Glitzern, als wären sie Juwelen. Meine Familie, meine Freunde und ich standen voller Vorfreude und hohen Erwartungen vor dem Standesamt, als endlich ein schwarzer Mustang vorfuhr. Der Trauzeuge von Christoph fuhr das Auto und als Erster stieg auch Christoph aus. Er lächelte uns allen entgegen, ging um das Auto herum und öffnete schließlich meiner großen Schwester die Tür. Zuerst sah ich ihren rechten Fuß den Asphalt betreten und bereits da konnte ich erahnen, dass sie ein wunderschönes Kleid tragen muss. Wenige Sekunden später blickte ich in das Gesicht meiner Schwester, die nie glücklicher zu sein schien. Sie trug ein weißes Hochzeitskleid… gut die Beschreibung ist jetzt nicht sehr originell, aber Lexi kannte sich da besser aus: „Das ist ein ganz schlichtes Brautkleid mit transparenten Ärmeln und transparentem Schallkragen. Schlicht, aber schön!“, erklärte sie mir, ihrem Freund Yasin und auch Marcel, der allein schon deswegen eingeladen wurde, weil ...

zum Kapitel

Kapitel 6: „Silent Night“

Als ich meine Augen öffnete, lag ich in meinem Bett eingekuschelt und starrte etwas verträumt zur Decke. Ich atmete einmal tief durch und versuchte zur Ruhe kommen. Ich kann froh sein, dass ich überhaupt noch atmete. Als ich da mitten in der Nacht auf der Straße stand und das Auto auf mich zugerast kam, dachte ich schon, dass war´s jetzt! Doch hatte ich Glück im Unglück. Der Fahrer des Autos bemerkte mich noch rechtzeitig und trat auf die Bremse, jedoch kam er bei der Eisglätte ins Schlittern, kam von der Fahrbahn ab und krachte gegen eine Laterne des Wirtshauses. Ich kam mit dem Schrecken davon. Der Fahrer verlor für einen kurzen Moment das Bewusstsein und wurde mit ...

zum Kapitel

Epilog: „Believe“

Ein eiskalter Wind zog durch den Himmel, als eine ganz besondere Schneeflocke auf die Erde fiel. Die Schneeflocke schwang hin und her, bis unter ihr die ersten Häuser und Bäume zu sehen waren. Doch blieb sie an keinem davon haften, sondern fiel weiter bis hin zum Boden, wo sie vor den Füßen eines Jungen liegen blieb. Der Junge trug einen blauen Pullover und dessen Haar war so weiß wie die Schneeflocke vor seinen Füßen. Der Junge stand im Schutze eines Baumes, wo ihn keiner sehen konnte. Doch er war nicht allein. Ein Klang ertönte. Es war nicht der Wind, auch nicht das Geräusch eines heranfahrenden Autos oder der Klang ...

zum Kapitel
(c) 2015 – 2017 Boypoint.de IMPRESSUM