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News-Index | Artikel Archiv

P wie Prämie

In Athen gibt es vor allem für die Athleten des Ausrichterlands viel zu verdienen: Griechenland zahlt für eine Goldmedaille rekordverdächtige 190000 Euro, für Silber gibt es 132000 Euro und für Bronze 73000 Euro. Den griechischen Gewinnern winkt aber nicht nur eine Menge Geld, denn Olympiasiegern wird auch eine Einstellung als Staatsangestellte bei Heer, Marine, Luftwaffe, Polizei, Küstenwache oder Feuerwehr angeboten. Dies kommt einer Jobgarantie bis zur Rente gleich. Viel Geld gibt es auch für spanische Sportler: 75000, 40000 und 24000 Euro streichen die Medaillengewinner ein. Für US-Sportler liegen die Prämien mit 25000, 15000 und 10000 Dollar im Mittelfeld der internationalen Geldrangliste. Auch die deutschen Sportler gehen nicht leer aus. Sie erhalten wie vor vier Jahren in Sydney 15000, 10000 und 7500 Euro für die ersten drei Plätze. Für die Ränge vier bis acht gibts immerhin noch 4000, 3000, 2500, 2000 und 1500 Euro. Die Topprämie der ganzen Spiele: Der nationale Schwimmverband der USA lobte eine Million Dollar für den amerikanischen Schwimmer aus, der bei den Spielen das 1500-Meter-Rennen gewinnt und dabei den Weltrekord des Australiers Grant Hackett bricht.

S wie Sicherheit

Die Sicherheit der Olympischen Spiele soll mit 70000 Sicherheitskräften, einer Anti-Terror-Einheit der NATO, 20 Kriegsschiffen und einem Etat von mehr als einer Milliarde Euro gewährleistet werden - das ist der aufwändigste und teuerste in der Olympiageschichte.

T wie TV

So viel Olympia war noch nie im Fernsehen. Allein ARD und ZDF berichten mit 530 Mitarbeitern 1400 Stunden von den Olympischen Spielen. Eurosport sendet rund um die Uhr. So viel Olympia-Berichterstattung wie in Deutschland gibt es in keinem anderen Land. Selbst der amerikanische Fernsehgigant NBC zeigt nach Angaben von ARD und ZDF ‘nur’ 1300 Stunden.

V wie Verkehr

Die hektischen Metropole Athen zeichnet sich im Straßenverkehr vor allem durch Eines aus: Das Chaos wird zum Prinzip gemacht. Während der Olympischen Spiele soll es auf den Straßen von Athen jedoch geordnet zugehen. Davon träumen zumindest Athener Stadtplaner und Verkehrsexperten. Dafür haben sie eine Art Verkehrserziehungskonzept ausgeheckt, um ihre Bürger zu disziplinieren. Zwölf Tage vor Beginn der Spiele sind daher in Athen spezielle olympische Verkehrsregeln in Kraft getreten. Fahrzeuge, die im Auftrag der Ringe unterwegs sind, fahren links, öffentliche Verkehrsmittel rechts. Die restlichen 2,5 Millionen Autos und 20000 Taxis der Vier-Millionen-Metropole teilen sich die mittlere Spur. Trumpfkarte soll außerdem der Charme der Athener Verkehrspolizistinnen sein. Gut eintausend von ihnen hat die Athener Stadtverwaltung eigens dafür angestellt. Tag für Tag patroullieren sie auf den Straßen und machen die Autofahrer auf ihr regelwidriges Fahren, Parken, Hupen, Drängeln und Rasen aufmerksam. Eine weitere ‘Erziehungsmaßnahme’ gilt den Taxifahrern: Ihnen ist es untersagt, während des Fahrens ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen - dem Rauchen. Ob das hilft?

© 2004 by Flo / boypoint.de



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