H wie Hitze
Die Götter mögens heiß, zumindest beim Olympiawetter. In Athen herrschen
Extrembedingungen für Leistungssportler, denn sie müssen ihre Topleistungen in der
heißesten Zeit des Jahres bringen. In Athen lagen die Tageshöchsttemperaturen
der letzten fünf Jahre im Monat August bei mindestens 35 Grad - das ist noch
heißer als in Atlanta 1996 oder Los Angeles 1984. Vor vier Jahren in Sydney
herrschten Durchschnittstemperaturen von 20 Grad. Mediziner befürchten, dass wegen
der starken Sonneneinstrahlung zusätzlich Smog und Ozon den Sportlern zu schaffen
machen werden.
I wie IOC
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wurde 1894 gegründet, hat maximal 115
Mitglieder und sitzt in Lausanne. 1,5 Milliarden Dollar für die TV-Rechte und 600
Millionen Dollar Sponsorengelder fließen 2004 in die Kassen des Olympiakartells.
J wie Journalisten
Neben den Athleten sind bei den Spielen insgesamt 21500 Journalisten am Start. 16000
Fernseh- und Rundfunksender berichten aus Griechenland.
K wie Kondome
Die Firma Durex verschenkt 130000 Präservative an die Sportler der Olympischen
Spiele. Die Sportler dürfen sich in der Hauptapotheke des Olympischen Dorfs bedienen
und können dort kostenlos Kondome und Gleitmittel abholen.
L wie Liebe
Wer liebt, der siegt. Ein Urologe und Sportmediziner der Uniklinik Köln, Dr.
Sommer (!), entdeckte bei verschiedenen olympischen Disziplinen einen positiven
Zusammenhang zwischen Sex und Sieg. Trotzdem verordnen viele Trainer ein Liebesverbot vor
dem Wettkampf. Schuld an diesem Denken haben vielleicht die antiken Philosophen:
Sie fürchteten, der Verlust von Sperma trockne das Gehirn aus.
M wie Marathon
12. September 490 vor Christus: Ein Bote ist im Laufschritt unterwegs vom Schlachtfeld
bei Marathon nach Athen. Getreu dem Motto „Sport ist Mord“ erging es dem Mann,
der die Nachricht vom Sieg der Athener über die Perser in die Heimat tragen sollte.
„Freut Euch, wir haben gesiegt!“ soll er dort nach seiner Ankunft noch gestammelt haben -
dann brach er tot zusammen. Der Ausnahmeläufer, der auf dem Marktplatz von Athen seiner Erschöpfung erlag, gilt heute als Vorbild für die 1896 eingeführte olympische Disziplin des Marathonlaufs - und der bringt auch 2494 Jahre später noch so manchen ins Schwitzen.
M wie Maskottchen
Phoebus (Phivos) und Athena (Athina) heißen die Maskottchen der Olympischen
Sommerspiele in Athen. Athena ist die antike Göttin der Weisheit, des Friedens
und die Schutzpatronin Athens. Phoebus ist einer der Namen Apollos, dem Gott des Lichts
und der Musik. Die beiden sind vornehmlich in den Farben Blau (für das griechische
Meer) und Orange (für die griechische Sonne) eingefärbt. Aus 196 eingesandten
Entwürfen entschieden sich die Olympiamanager schließlich für das
Geschwisterpaar. Ein griechischer Designer entwickelte das Doppelmaskottchen für
82000 Euro in Anlehnung an eine Terracottapuppe aus dem siebten Jahrhundert vor Christus.
Die lagerte eigentlich schon längst vergessen im Obergeschoss des archäologischen
Nationalmuseums in Athen, ehe sie noch einmal zu unverhofftem Ruhm kam.
© 2004 by Flo / boypoint.de
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