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News-Index | Artikel Archiv

D wie Doping

Die 1999 gegründete Welt-Antidoping-Agentur (WADA) versucht, das Fairplay der Spiele in Athen mit 180 Tests am Tag zu garantieren. Die Zahl der Dopingproben steigt damit gegenüber Sydney 2000 um 25 Prozent auf 3500 - dafür sorgen 566 Mitarbeiter und ärzte. Der Missbrauch von leistungssteigernden Drogen ist allerdings keine Erfindung der Neuzeit. In der Antike gab es zwar weder synthetische Stimulanzien noch chemische Messmethoden, trotzdem dopten sich die Athleten mit Kräutertränken, Stierblut oder Alkohol. Heutige Athleten sind aber nicht weniger erfindungsreich und leidensfähig. So soll Eigen- oder Fremdurin, der über ‘Vaginal-Bags’ in die Scheide eingeführt oder mittels Katheter in die Harnblase gepumpt wird, die Kontrolleure täuschen. Tja, die Mädels wieder...

E wie Eröffnungsfeier

Zehn Tonnen Kulisse, 2000 bewegliche Lichter und 35 Kilometer Kabel verwandelten das Stadion in eine gigantische Showbühne. 74000 Zuschauer im Olympiastadion und geschätzte vier Milliarden vor den Fernsehgeräten in aller Welt verfolgten die Veranstaltung live.

F wie Fackellauf

Der Fackellauf ist heute ein wichtiges Ritual und als Zeichen des Friedens und der Völkerverständigung fester Bestandteil der Olympischen Spiele. 2004 führte die Route der olympischen Fackel in 142 Tagen um die Welt. Vom 25. März bis zum 9. Juli machte das Feuer in 34 Städten Station, darunter in all jenen, die bisher Schauplatz Olympischer Spiele waren. Erstmals wurden alle fünf Kontinente, auch Lateinamerika und Afrika, mit einbezogen. Die Reise des Feuers 2004 von Olympia nach Athen gilt mit 80000 Kilometern als längster Fackellauf aller Zeiten. 10000 Sportlerhände trugen das Friedensfeuer, jeweils allerdings nicht mehr als 400 Meter, dem traditionellen Maß einer Stadionrunde. Seit den 90er Jahren wird der Fackellauf von weltweit operierenden Unternehmen gesponsert. Der US-Getränkehersteller Coca-Cola und der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung ließen sich den Fackellauf 2004 etwa 18 Millionen Euro kosten. Ironie der Geschichte: Den Fackellauf erfanden die Nazis für die Spiele 1936 in Berlin.

G wie Genitalschutz

Die Tatsache, dass die antiken Athleten beim Sprint nackt antraten, brachte einige intime Probleme mit sich - und zwar weniger aus Gründen der Scham als aus praktischen Erwägungen. Beim schnellen Laufen schlagen nämlich die Genitalien auf die Schenkel und gegeneinander. Angeblich haben die alten Griechen das schmerzhafte und leistungsmindernde Problem zumindest teilweise entschärft. Sie sollen die Vorhaut mit einer Schnur vernäht haben, die sie um die Hüften trugen. So konnte der Penis nicht auf die Hoden schlagen. Einige Historiker meinen auch, dies sei ein Teil einer Leine gewesen, Hundeleine genannt, deren anderes Ende vom Trainer gehalten wurde. Wenn der Trainer die Aufmerksamkeit des Läufers wünschte, zog er einfach an der Schnur. Aua.

G wie Gold

Das derzeit begehrteste Stück Metall der Welt: die olympischen Goldmedaillen. Diese liegen natürlich längst für die Siegerehrungen bereit, aber wo, ist aus Sicherheitsgründen streng geheim. 1000 Plaketten wurden für die Olympiasieger allein seit Mitte Juli in einer Athener Medaillenschmiede produziert. Nur der überzug der 150 Gramm schweren Plakette besteht aus sechs Gramm purem Gold, der Rest wurde aus Silber gefertigt. Die streng überwachte Crew von 15 Mitarbeitern musste in den letzten Wochen Sonderschichten schieben, schließlich werden neben 986 Goldmedaillen auch die gleiche Zahl in Silber und 1150 Bronzemedaillen bei den Spielen gebraucht. Die nötigen 13 Kilo Gold hat die griechische Regierung bei einer Schweizer Bank gekauft und der Firma zur Verfügung gestellt.

© 2004 by Flo / boypoint.de



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