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News-Index | Artikel Archiv

Athen 2004. Das ultimative Fachsimpel-ABC

Na, schon fit? Die 28. Olympischen Sommerspiele in Athen haben begonnen. Wenn Du nicht gerne von morgens bis abends Glotze gucken möchtest, um Bescheid zu wissen und dennoch über die Spiele fachsimpeln willst, dann schau einfach in unser Olympia-ABC. Da wirst Du im Handumdrehen zum Experten.

A wie Athleten

0500 Athletinnen und Athleten gehen bei den Olympischen Sommerspielen in Athen an den Start - davon sind 451 aus Deutschland (254 Männer, 197 Frauen). In 34 Disziplinen kämpfen sie an 38 Sportstätten um 301 Medaillen (166 Männerwettbewerbe, Frauen 125, gemischt 10). Es gibt 72 Trainingsanlagen sowie 5500 Betreuer und Funktionäre. Ingesamt sind 202 Nationen vertreten - in Sydney waren es 199.

B wie Budget

Das Budget der Spiele beträgt rund zwei Milliarden Euro. 88 Prozent der Einnahmen stammen aus Fernseh- und Rundfunkrechten, Marketing, Lizenzen und dem Verkauf von 5,3 Millionen Eintrittskarten. 12 Prozent der Organisationskosten trägt der griechische Staat. Darüber hinaus stellt Griechenland für Bauten, Infrastruktur und andere Projekte insgesamt 4,5 Milliarden bereit. Apropos Geld: In manchen Lokalen in Athen kostet ein kleines Bier 6,50 Euro.

C wie Chaos

Wenn man weiß, dass das Wort ‘Chaos’ aus dem Griechischen kommt, dann wird einem vielleicht so Manches klarer, denn die Griechen hatten drei Jahre lang vergessen, Bürgersteige zu bauen, das U-Bahn-Netz zu erweitern und das Stadion zu überdachen. Jetzt wurde aber dennoch alles pünktlich fertig. Und schon 1896 bewiesen die Griechen in Athen ihre berühmten Last-Minute-Qualitäten: In nur zwei Jahren bauten sie für die ersten Spiele der Neuzeit das gigantische Marmorstadion, in dem am 22. und 29. August erneut der Marathonlauf endet. Ein Schönheitsfehler 2004: Ursprünglich sollten zur Stadtbegrünung 280000 neue Bäume und 12 Millionen Sträucher gepflanzt werden. Nun ja, es sind nur 27000 Bäume und 500000 Sträucher geworden.

D wie Denkmalschutz

Zum Entsetzen von Denkmalpflegern und Archäologen wird nach 1611 Jahren erstmals wieder ein Wettkampf im antiken Ort Olympia ausgetragen. Am 18. August findet dort das Kugelstoßen der Frauen und Männer statt. Nach dem Einspruch von Wissenschaftlern werden die Veranstaltungen aber drastischen Einschränkungen unterworfen. Um den befürchteten Schäden auf dem Ausgrabungsgelände entgegenzuwirken, werden keine Tribünen errichtet. Die maximal 15000 Zuschauer müssen sich auf die Erdwälle des antiken Stadions setzen. Die Einrichtungen für das Fernsehen werden auf das Nötigste begrenzt, auf eine elektronische Anzeigetafel wird verzichtet. Somit müssen sich die Zuschauer wie in der Antike auf ihre eigenen Wahrnehmungen des Ablaufes verlassen. Interessant: Bei den antiken Spielen gab es das Kugelstoßen überhaupt nicht.

© 2004 by Flo / boypoint.de



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