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Teil vier des Kondom Reports

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Auch die so genannten Fun−Kondome bieten nur ungenügend Sicherheit. Noppen, Rillen oder der stolze Hahnenkamm führen zu Materialschwächen und rei?en viel schneller. Aber es gibt natürlich auch welche, die eindeutig gekennzeichnet sind, dass sie vor HIV schützen. Allerdings sollte man im Zweifelsfall doch lieber die Finger von ihnen lassen. Dennoch gibt es genügend Kondome, die auch Spaß machen, ohne dass sie im Dunkeln leuchten oder gar eine Melodie spielen. Farbige Kondome oder Kondome mit Geschmack sind ja auch nicht zu verachten und weder Farbe noch Geschmack haben Einfluss auf die Zuverlässigkeit. Und in der Regel verwendet man wohl Aromakondome wohl doch eher für den Oralverkehr.

Die Kondome sind sehr reißfest. Ich habe vorhin schon beschrieben, was sie bei der Prüfung im Labor alles für Torturen über sich ergehen lassen müssen. Dennoch reißen ca. 5 bis 7 % der Kondome beim Analverkehr. Aus diesem Grund lohnt sich deshalb der Gebrauch von extra reißfesten Kondomen. Sie sind zwar etwas teurer als normale, aber die Investition lohnt sich wirklich!

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Leider haben Kondome bei einigen auch unangenehme Nebenwirkungen. Ungefähr 2% der Menschen leiden unter einer Latexallergie. Man kann bei der Latexallergie zwei unterschiedliche Allergietypen unterscheiden. Diese beiden Allergietypen werden einerseits durch Zusatzstoffe zur Kautschukmilch wie Vulkanisationsbeschleuniger, Antioxidantien, Vulkanisatoren, Farbstoffe, Alterungsschutzmittel und andererseits durch Latexproteine verursacht. Die durch Zusatzstoffe ausgelöste Reaktion führt zu einer Entzündung der Haut, dem so genannten Kontaktekzem. Im akuten Stadium zeigen sich Rötung, Papeln und Bläschen. Im chronischen Stadium kommt es zur Vergröberung der Hautfelderung.

Bei der durch Latexproteine ausgelösten Allergie kommt es kurze Zeit nach Allergenkontakt es zur Quaddelbildung. Die zunächst lokale Reaktion kann auf die gesamte Haut übergreifen und zusätzlich eine Reizung der Nasenschleimhaut und der Bindehaut des Auges auslösen. Darüber hinaus kann es zu Magen− und Darmbeschwerden, zum Bronchialasthma und sogar zum lebensbedrohlichen Schock kommen. In jedem Falle bleibt eine überempfindlichkeit gegenüber Latex, wie bei anderen Allergenen auch, meist lebenslang erhalten. Für Latexallergiker gibt es besondere Kondome aus Polyurethan. Sie sind in Apotheken oder Spezialgeschäften unter dem Markennahmen Avanti der Firma Durex erhältlich. Das Latexfreie Kondom hat darüber hinaus den Vorteil, dass es unempfindlich gegenüber Fett ist. Das bedeutet, dass man auch fetthaltige Gleitmittel benutzen kann. Allerdings sind die Polyurethan−Kondome nicht so dehnfähig und dadurch auch etwas größer.


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© 2004 by Tommy / boypoint.de