Teil 3 des Kondom Reports
Das Kondom in Zahlen

Das Kondom besteht, wie schon erwähnt aus Naturkautschuk oder synthetischem
Kautschuk. Es gibt aber auch Kondome aus Polyurethan. Das Kondom hat eine durchschnittliche
Länge von etwa 17 cm, allerdings gibt es auch kleinere und grö?ere. Die
Wanddicke eines Kondoms beträgt etwa 0,04 bis 0,08 mm.
Seit 1995 gibt es für Kondome eine EU−Norm (EN 600), demnach muss das
Berstvolumen eines Kondoms 18 Liter betragen, der Berstdruck mindestens 1 KiloPascal,
bevor das Kondom zerreißt. Die Dehnungsfähigkeit muss bei mindestens 700% liegen
und die Reißkraft soll 39 Newton, bzw. bei „extra−starken” Kondomen
100 Newton betragen.
Damit ein Kondom als staatlich geprüft zugelassen wird, muss es verschiedene
Labortests durchlaufen, bei denen nach den beschriebenen Normen die Reißfestigkeit
geprüft wird. Hierbei wird eine Fehlerquote von 1,3% akzeptiert, das bedeutet,
dass von 300 Kondomen 4 reißen dürfen. In den USA und in der Schweiz darf hingegen
maximal 1 Kondom von 250 reißen. Doch in der Realität zeigt sich, dass etwa 5,1
bis 7,3 % beim Analverkehr platzen.
Die Haltbarkeit eines geprüften Qualitätskondoms liegt bei 4 Jahren, allerdings
nur bei korrekter Lagerung, denn Kondome sind licht− und temperaturempfindlich und
werden dadurch schneller porös.
Zu Risiken und Nebenwirkungen

Auch ein geprüftes Qualitätskondom ist selbst bei richtiger Anwendung nicht
100%ig sicher. Das Gesundheitsamt Traunstein gibt die Versagerquote von Kondomen zur
Aids−Verhütung mit 10% an. Einer amerikanischen Studie zufolge, bei der
über 15 Monate geprüft wurde, wie hoch die Versagerquote bei richtigem Gebrauch
von Kondomen ist, beträgt diese sogar 22%.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass Kondome von Natur aus unabhängig vom
Herstellungsverfahren mikroskopisch kleine Löcher von etwa 5 bis 50 Mikrometer
aufweisen. Zum Vergleich: Das HI−Virus ist etwa 50 bis 500mal kleiner!
Allerdings ist die Ansteckungsgefahr bei Geschlechtsverkehr ohne Kondom deutlich
höher. Und Sex ohne Kondom muss man deshalb als glatten Selbstmord bezeichnen.
Wichtig ist auch die richtige Lagerung. Wenn ein Kondom zu großen Temperaturschwankungen
oder zu großer Lichteinwirkung unterliegt, wird es schnell porös und kann seinen
Zweck nicht mehr sicher erfüllen. Sie sollten daher kühl und lichtdicht
verpackt gelagert werden. Besonders sei davor gewarnt, Kondome im Portemonnaie
aufzubewahren, da die Kondome leicht beschädigt werden können. Außerdem sollten
Kondome nicht ewig aufbewahrt werden. In der Regel beträgt ihre Haltbarkeit etwa 4
Jahre.
Markenkondome und geprüfte Qualitätskondome sind stets mit dem „CE”
Zeichen, der Genehmigungsnummer, der Chargennummer und dem Haltbarkeitsdatum gekennzeichnet.
Sie sollten einzeln und lichtdicht verpackt sein.
Weiterhin sollten Kondome auch nie mit Fett in Berührung kommen, da sie auch dadurch
porös werden. Also Finger weg von fetthaltigen oder fettlöslichen Gleitmitteln
wie Babyöl oder dergleichen. Am besten verwendet man immer wasserlösliche
Gleitcremes auf Silikonbasis!
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