Eurovision Song Contest Istanbul 2004
„Germany 12 points?” – Schweden und Irland Favoriten
Die schlechte Nachricht vorweg: Ralph Siegel nimmt doch am Eurovision Song Contest (ESC)
2004 in Istanbul teil. Aber keine Sorge: in diesem Jahr ist „Mr. Grand Prix”
nicht für den deutschen, sondern für den maltesischen Beitrag zuständig,
und auch das nicht als Komponist, sondern als Produzent. Es gibt Leute, die behaupten,
das sei schon schlimm genug...

Der ESC 2004 wirft also nun seine Schatten voraus, ein europaweites Musikspektakel,
daß es soin der Welt noch nicht gab. 36 Länder bewerben sich um die Gunst der
europäischen Musikfans – so viele Nationen wie nie zuvor. Im letzten Jahr
waren es „nur” 26 Teilnehmer, 2002 sogar noch zwei weniger. Beim allerersten
„Grand Prix d´Eurovision de la Chanson”, so wie der Wettbewerb früher hieß,
waren 1956 im schweizerischen Lugano nur sieben Nationen (Gastgeber Schweiz, Niederlande, Belgien,
Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Italien) am Start.
Seit diesem Jahr gilt der „Concours”, wie er auch heute noch in den
französischsprachigen Ländern genannt wird, als Kult. Selbst die europäischen
Länder, die nicht teilnehmen, übertragen ihn jedes Jahr, in vielen Ländern,
so auch in Deutschland, gibt es zahlreiche Partys. In Deutschland lag das „Grand
Prix”−Feld lange brach, zwischen den frühen 80ern und den späten 90ern,
also über zehn Jahre, sanken die Einschaltquoten und auch das Intereße der Medien
ins Bodenlose. Erst als der Norddeutsche Rundfunk (NDR) um Dr. Jürgen Meier−Beer
sich der größten Musikveranstaltung Europas, eben mittlerweile der Welt, annahm,
und 1998 Guildo Horn für die deutsche Vorentscheidung (VE) gewinnen konnte, gilt der
ESC auch hierzulande wieder als Kult.

Das Projekt der „European Broadcasting Union” wurde am 19. Februar
1955 aus der Taufe gehoben, um das damals neue Medium Fernsehen bekannt zu machen.
Niemand konnte ahnen, daß der ESC nicht nur solange Bestand haben sollte, sondern
auch, daß der ESC noch so wichtig werden solle für die Völkerverständigung
in Europa. Mittlerweile kann man die Augen nicht mehr davor verschließen: der ESC ist ein
Politikum, was man an den Punktwertungen sieht. So geben sich die Ostblockstaaten immer Gegenseitig
Punkte, und man kann sicher sein, daß auch die nordischen Länder immer zusammenhalten.
Die Regularien von damals gelten teilweise immer noch, vieles aber wurde abgeschafft. Bis vor wenigen
Jahren gab es noch Orchester, die Vertreter der einzelnen Länder mußten in ihrer
Landeßprache singen (Ausnahmen wurde gestattet), die Punktewertung, die für viele den
Reiz an diesem Event ausmacht, erfolgte durch eine Expertenjury. Mittlerweile muß in jedem
teilnehmenden Land gewährleistet sein, daß ein Telefon−Voting durchgeführt
werden kann, auch das Orchester wurde abgeschafft und auf Anraten von Dr. Meier−Beer bei der
immer noch ausrichtenden EBU wurde auch die Sprachregelung abgeschafft. Eigentlich schade, jetzt
nichts mehr finnisches oder polnisches zu hören. Seit 1975, ein Jahr nach ABBA´s
„Waterloo”, gilt auch die noch aktuelle Punktewertung. So gibt jedes Land seinem
liebsten Lied zwölf Punkte, dem zweitliebsten zehn, dann acht, sieben, sechs,
und so weiter.
Weiter zum zweiten Teil
Ab sofort ist die neue Euvovision Songcontest Doppel-CD erhältlich. Sie enthält
alle Beiträge der 36 Teilnehmerstaaten, darunter auch den deutsche Beitrag und Nr.1
Erfolg “Can´t wait until tonight” von Shooting−Star Max. Ein wahrer
Ohrenschmaus für alle Eurovisionkenner und diejenigen die es noch werden wollen.
Infos und günstig bestellen
© 2004 by Andreas / boypoint.de
Zurück
|